Fit für Frost und Schnee: 7 Winter-Checks für Ihre Auflieger
Winterliche Bedingungen stellen Zugmaschinen und Trailer vor besondere Herausforderungen. Kälte, Nässe, Streusalz und Schnee können das Risiko von Pannen, Werkstattaufenthalten und ungeplanten Ausfallzeiten erhöhen. Mit gezielten Winter-Checks erkennen Sie mögliche Probleme frühzeitig, halten Ihre Fahrzeuge einsatzbereit und sorgen für mehr Sicherheit im Winterbetrieb.
Hier sind sieben wichtige Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Flotte sicher und zuverlässig durch die kalte Jahreszeit bringen.
1. Reifenzustand und Profiltiefe prüfen
Abgenutzte Reifen können die Traktion beim Anfahren um bis zu 50 % reduzieren. Deshalb prüfen wir jeden Reifen auf Schnitte, Risse, Beulen und ungleichmäßigen Verschleiß. Eine stärkere Abnutzung in der Mitte kann auf zu hohen Luftdruck hindeuten, während abgefahrene Reifenränder oft auf zu niedrigen Luftdruck zurückzuführen sind.
Da die Haftung mit zunehmendem Verschleiß nachlässt, empfiehlt es sich, Reifen rechtzeitig zu ersetzen, bevor die Profiltiefe unter 3 mm fällt, sofern die gesetzlichen Vorgaben dies zulassen. Bei grenzüberschreitenden Transporten oder Fahrten in schneereichen Regionen sollten zusätzlich die jeweiligen Vorschriften für M+S-Reifen berücksichtigt werden.
2. Reifendruck regelmäßig kontrollieren
Ein zu niedriger Reifendruck erhöht das Risiko von Reifenplatzern und vorzeitigem Verschleiß. Wir empfehlen, den Reifendruck bei kalten Reifen zu prüfen, idealerweise einige Stunden nach dem Abstellen des Aufliegers.
Viele Trailerreifen benötigen mindestens 8,5 bar Luftdruck. Maßgeblich sind jedoch immer die Empfehlungen des Reifenherstellers, da der optimale Druck je nach Reifenmodell und Einsatzbereich variieren kann.
Ein Reifendruckkontrollsystem unterstützt zusätzlich dabei, schleichende Druckverluste oder kleine Beschädigungen frühzeitig zu erkennen. So können Sie oft eingreifen, bevor ein Reifen ausfällt oder ersetzt werden muss.
3. Kondenswasser und Bremsanlage im Blick behalten
Kondenswasser im Bremssystem kann bei Minusgraden zu eingefrorenen oder beschädigten Leitungen und Anschlüssen führen. Dies beeinträchtigt nicht nur die Bremsleistung, sondern kann auch den Verschleiß von Bremsbelägen, Bremstrommeln und Bremsscheiben beschleunigen.
Um diese Risiken zu minimieren, sollten die Luftbehälter regelmäßig entleert werden, damit sich kein Kondenswasser ansammelt. Gleichzeitig empfiehlt sich eine Sichtprüfung von Luftleitungen, Kupplungsköpfen und Dichtungen auf Beschädigungen oder Undichtigkeiten. Veränderungen im Bremsverhalten sollten umgehend von Fachpersonal geprüft werden.
Unterstützung für Ihre winterfeste Flotte
Von Bremsen- und Reifenprüfungen über vorbeugende Wartungen bis hin zu Reparaturen unterstützen wir Sie dabei, Ausfallzeiten zu reduzieren und die Verfügbarkeit Ihrer Fahrzeuge auch im Winter sicherzustellen. Mit mehr als 130 eigenen Werkstätten in Europa ist kompetente Unterstützung stets in Ihrer Nähe.
4. Beleuchtung und Elektrik überprüfen
In den dunklen Wintermonaten ist eine einwandfrei funktionierende Beleuchtung unverzichtbar. Deshalb sollten Front- und Heckleuchten, Seitenmarkierungsleuchten, Blinker und die Kennzeichenbeleuchtung regelmäßig getestet werden.
Zusätzlich empfiehlt sich die Kontrolle der Gehäuse auf Feuchtigkeit sowie eine Sichtprüfung von Kabeln und Steckverbindungen auf Korrosion, Risse oder Scheuerstellen. Bei Schäden oder elektrischen Defekten sollte immer ein Fachbetrieb hinzugezogen werden.
5. Fahrwerk und Chassis kontrollieren
Streusalz, Feuchtigkeit und Schmutz setzen Fahrwerk und Chassis besonders im Winter zu. Deshalb sollten sichtbare Bauteile regelmäßig auf Korrosion, Beschädigungen oder lose Befestigungen geprüft werden.
Achsaggregate, Federungskomponenten und weitere sicherheitsrelevante Bauteile erfordern häufig eine professionelle Inspektion. Auffälligkeiten sollten daher frühzeitig durch geschultes Fachpersonal überprüft werden.
6. Aufbau, Dach, Türen und Dichtungen inspizieren
Wir empfehlen, Aufliegeraufbau, Türen, Verriegelungen, Kabel und weitere Anbauteile regelmäßig zu kontrollieren. Besonderes Augenmerk sollte auf Tür- und Dachdichtungen gelegt werden, um Verschleiß, Beschädigungen oder Undichtigkeiten frühzeitig zu erkennen.
Diese Kontrollen schützen nicht nur den Auflieger selbst, sondern auch die Ladung vor Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen. Zusätzliche Komponenten wie Kühlaggregate oder Ladebordwände sollten ebenfalls in die Inspektion einbezogen werden.
7. Auflieger reinigen und Korrosion frühzeitig erkennen
Eine regelmäßige Reinigung entfernt Salz, Schlamm und Straßenschmutz. Dadurch lassen sich Rost, Risse oder beschädigte Beschichtungen deutlich leichter erkennen, insbesondere am Fahrgestell und Unterboden. Zudem sorgt ein sauberer Trailer dafür, dass Kennzeichen, Reflektoren und Sicherheitsmarkierungen jederzeit gut sichtbar bleiben.
Mit der richtigen Wintervorbereitung die Flottenverfügbarkeit steigern
Die tägliche Fahrzeugkontrolle durch Fahrerinnen und Fahrer ist ein wichtiger Bestandteil der Betriebssicherheit. Viele winterbedingte Schäden werden jedoch erst bei einer professionellen Inspektion sichtbar.
Durch die Kombination aus regelmäßigen Sichtkontrollen, präventiver Wartung und fachgerechter Instandhaltung erhöhen wir die Verfügbarkeit Ihrer Auflieger, verbessern die Zuverlässigkeit der Flotte und schaffen die Grundlage für sichere Transporte während der gesamten Wintersaison.
Wir unterstützen Sie bei Wartung und Reparatur von Aufliegern und Nutzfahrzeugen, unabhängig davon, ob es sich um Mietfahrzeuge oder Fahrzeuge aus Ihrem eigenen Fuhrpark handelt. Unsere flexiblen Serviceangebote sind sowohl mit als auch ohne Wartungsvertrag verfügbar.
Kontaktieren Sie uns, um die passende Lösung für Ihre Flotte zu finden.












